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innerer Dämon?

Ich schließe meine Augen, mein innerstes brodelt – kämpft – verliert.

Mein innerer Dämon erwacht und eröffnet die Schlacht nach meinen vergangenen Schatten, die Schatten, die so lange meine Begleiter waren das es schon fast tröstlich ist ihre Anwesenheit zu fühlen. Fast wie ein Geliebter schmiegen sie sich an mich, flüstern – locken – liebkosen – verführen.

Ihre fast schon zärtlichen Berührungen tragen mich fort – lösen mich auf. Mein verschleierter Blick durchtränkt vor Verlangen empfängt meine dunkle Seite wie einen alten verloren geglaubten Freund.

Ich mache mich fertig, die Augenränder werden mit schwarzem Kajal exakt nachgezogen, das Augenlid in Aschefarben getaucht die Lippen blutrot angemalt, blicke in den Spiegel und sehe mein inneres Ich, meine Augen schimmern in grün. Steige in das eine Strumpfbein und in das andere, streife den kurzen Rock über meine Beine. Halte mein Korsett an und hake ein Häkchen nach dem anderen ein, fasse nach hinten und ziehe die Schnüre stramm, lasse meine Füße in die Schuhe gleiten und lege meine Kette und mein Armband an. Betrachte mich wieder im Spiegel ein freches Grinsen im Gesicht und mein inneres blüht vor Freude auf.

Wieder vereint du – ich – wir und ich fange an zu träumen…

Schließe die Haustür hinter mir ab, ich sehe dich schon wartend stehen, sehe deine Verzückung – deine unverhohlenen Blicke die ungeniert über meinen Körper wandern. Du packst mein Handgelenk und hältst mir die Tür auf damit ich einsteigen kann – ein angedeutetes Lächeln in deine Richtung beeilst du dich auf den Fahrersitz zu kommen. Wir fahren los in den Sonnenuntergang und du gibst gas, ich habe das Gefühl als würden wir über die Straße der Autobahn regelrecht fliegen direkt auf der Jagd nach der Sonne. Ich fange an zu lachen, du schaust mich erst verwundert an bis ich deinen Blick tadelnd wieder auf die Straße lenke und du mit einfällst. Als wir stehen bleiben greift wie aus dem Nichts deine Hand in meine Haare und zieht mich zu dir heran, Zentimeter trennen unsere Gesichter und du schaust mir tief in meine Augen – aus den Augenwinkeln wird die Ampel grün und ich führe deine Hand wieder zur Schaltung gebe dir einen flüchtigen Kuss und drehe mich zum Fenster, es macht mich wahnsinnig und dann fange ich an zu fallen…

 

Du weißt wer du bist.

15.8.12 17:40
 


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